|
|
|
|
Die Welt, in der wir leben, Es gibt eine andere Wirklichkeit Diese Wirklichkeit können wir nicht sehen,
Darum feiern wir
Roland Krusche
Selbstverständnis
Gehörlosenseelsorge ist gebärdensprachlich orientierte Gemeindearbeit. Sie besteht aus Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und Bildungsarbeit. Die Kommunikationsform der Gemeinde ist die Gebärdensprache.
Unsere Angebote - Gottesdienste in Gebärdensprache - Taufen, Trauungen, Beerdigungen von gehörlosen Menschen - Konfirmanden- und Religionsunterricht - Seelsorge und Beratung für Gehörlose und ihre Angehörigen (Sprechstunden, Hausbesuche) - sozialdiakonische Angebote - gemeindliche Gruppenangebote - Veranstaltungen, z.B. Vorträge, Feste, Ausflüge - Informationen und Vorträge für Hörende
Gehörlos Ungefähr jeder tausendste Mensch in Deutschland ist gehörlos. Gehörlose Menschen nehmen die Welt vorwiegend mit den Augen wahr; sie verarbeiten etwa doppelt so viele visuelle Eindrücke wie hörende Menschen. An der alltäglichen Kommunikation in der Lautsprache können gehörlose Menschen nur sehr eingeschränkt teilnehmen. Die Sprache der Hörenden müssen sie von den Lippen absehen. Nur etwa ein Drittel der Laute ist dabei eindeutig zu erkennen, der Rest muss erraten werden. Darum verlangt die Verständigung mit Hörenden hohe Konzentration; und was in der Stimme neben den Worten mitschwingt, das entgeht den Gehörlosen. Gebärdensprache Untereinander verständigen sich Gehörlose in der Gebärdensprache. Handzeichen, Mimik und Körpersprache zusammen bilden eine vollständige Sprache, in der sich gehörlose Menschen unbehindert und entspannt über alle Themen des Lebens austauschen können. Gebärdensprachen sind national verschieden. In Deutschland ist die Gebärdensprache seit 2002 als eigenständige Sprache anerkannt. Übrigens: Gehörlose Menschen verständigen sich nicht nur in der Gebärdensprache; sie haben auch mit viel Mühe sprechen gelernt. Sie sind sehr kommunikativ – und nicht stumm. Deshalb empfinden sie das Wort „taubstumm“ als diskriminierend.
|


